Besinnliches

Nächster Sonntagsgottesdienst

Es finden keine Gottesdienste in der Kirche statt!
Die Glocken laden wie gewohnt zum Gebet ein.
Eine Liturgie von Pfarrerin Barbara Koch finden Sie auf der Homepage www.kirche-altshausen.de unter der Rubrik „Besinnliches“.
Wir möchten Sie dazu ermuntern, den Gottesdienst im häuslichen Kreis zu feiern.
Nutzen Sie auch das Angebot der Gottesdienste in Fernsehen und Rundfunk!

Sonntag, 5. April, Palmsonntag
Wochenspruch: Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass er alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. (Johannes 3,14b.15)
Predigttext: Markus 14, 1-9
Samstag, 4. und Sonntag 5. April bei Regio-TV:
11.00 Uhr Gottesdienst mit Prälat Harald Stumpf aus Heilbronn.
Der Gottesdienst wird über die Sender Regio TV Bodensee, Regio TV Schwaben und Regio TV Stuttgart, im Kabelprogramm und auch über Satellit ausgestrahlt.
Nach der jeweiligen Ausstrahlung über TV finden Sie die ganze Reihe seit dem Sonntag Lätare auch bei www.kirchenfernsehen.de und unter https://www.youtube.com/channel/UCL8UX0iyAt5jzdCPOG5HHCg
9.30 Uhr ZDF: Katholischer Gottesdienst aus dem Stephansdom in Wien
11.05 Deutschlandfunk: Rundfunkgottesdienst aus der Martinskirche Pfullingen

Donnerstag, 9. April, Gründonnerstag
Tagesspruch: Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder, der gnädige und barmherzige Herr. (Psalm 111,4)
11.00 Uhr Regio-TV: Gottesdienst mit Diakonie-Chef Oberkirchenrat Dieter Kaufmann aus Stuttgart

Freitag, 10. April, Karfreitag
Tagesspruch: Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Johannes 3,16)
Predigttext: 2. Korinther 5,14b-21
10.00 Uhr ARD: Evangelischer Gottesdienst aus der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche
11.00 Uhr Regio-TV: Gottesdienst mit Prälatin Gabriele Arnold aus Stuttgart

Weitere Angebote finden Sie auf dem You tube Kanal online-kirche württemberg

Vergessen Sie auch nicht, welchen Schatz an Gebeten, Liedern, Bildern und guten Gedanken unser Gesangbuch bereithält!

L: Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des dreieinigen Gottes:

Im Namen des Schöpfers des Himmels und der Erde,
im Namen des Heilands der Welt,
im Namen des Geistes, der lebendig macht.

L: Liebe Schwestern und Brüder, heute ist der fünfte Sonntag der Passionszeit, der Palmsonntag.

Der Sonntag verdankt seinen Namen der Erzählung vom Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem die Menschenmenge ihn mit Palmzweigen begrüßte. Wir sind heute an einem besonderen Ort beieinander, um Gottesdienst zu feiern. Nicht wie sonst in der Kirche, sondern … Das tun wir im Aufsehen auf Gott und sein Wort, das uns mahnt, das Beste der Stadt zu suchen. Und in diesen Zeiten ist es das Beste für unsere Stadt und unser Land, nicht in großen Gruppen und der gottesdienstlichen Gemeinde zusammenzukommen, denn dadurch könnte großer Schaden entstehen. So grüße ich Sie / Euch mit dem Wochenspruch für den heutigen Tag: Der Menschensohn muss erhöht werden, auf dass alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben. Wir sind gewiss, dass er mitten unter uns ist, wenn wir miteinander in seinem Namen zusammenkommen.

Lied: ÊG 548 Kreuz, auf das ich schaue

Psalm 69 / EG 731

Eingangsgebet:

Mitten in Krankheit und Krieg
feiern wir, was verheißen ist: Fülle und Frieden.

Mitten in Drangsal und Tyrannei
feiern wir, was verheißen ist: Hilfe und Freiheit.

Mitten in Zweifel und Verzweiflung
feiern wir, was verheißen ist: Glaube und Hoffnung.

Mitten in Furcht und Verrat
feiern wir, was verheißen ist: Freude und Treue.

Mitten in Hass und Tod
feiern wir, was verheißen ist: Liebe und Leben.

Mitten in Sünde und Hinfälligkeit
feiern wir, was verheißen ist: Rettung und Neubeginn.

Mitten im Tod, der uns von allen Seiten umgibt,
feiern wir, was verheißen ist
durch den lebendigen Christus

Amen.

L: Wir beten weiter in der Stille, miteinander und füreinander

Stille

Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meine Seele
große Kraft. Amen.

Lied: EG 576 Meine Hoffnung und meine Freude

Predigttext Markus 14,3-9
Als Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen und saß zu Tisch, da kam eine Frau, die hatte ein Alabastergefäß mit unverfälschtem, kostbarem Nardenöl, und sie zerbrach das Gefääß und goss das Öl auf sein Haupt. Da wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls? Man hätte dieses Öl für mehr als dreihundert Silbergroschen verkaufen können und das Geld den Armen geben. Und sie fuhren sie an. Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan. Denn ihr habt allezeit Arme bei euch, und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit. Sie hat getan, was sie konnte; sie hat meinen Leib im Voraus gesalbt zu meinem Begräbnis. Wahrlich, ich sage euch: Wo das Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

(Der Predigttext wird nach der Methode: „Bibel Teilen“ in sieben Schritten gemeinsam erschlossen)

Bibel Teilen in sieben Schritten:

  1. Wir öffnen uns für Gott in Gebet und Lied:

Herr, du unser Gott, öffne unsere Herzen und unseren Sinn für dein Wort. Wir wollen hören, rede du. Was du uns sagen willst, das lass uns aufmerksam wahrnehmen. In all unserer Sorge, tröste uns. Gib uns ein festes Herz, das uns gewiss macht in der Hoffnung auf dich. Gib uns ein waches Auge, dass wir nicht nur geistlich aufschauen und vor allem nicht zurückschauen, sondern den Nächsten und seine Not sehen. Und gib uns eine sichere Hand, dass wir in den kommenden Tagen das rechte Tun, besonnen und mit Augenmaß. Das bitten wir durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, unseren Herrn.

  1. Eine/r liest den Predigttext

  2. Verweilen und Vertiefen

Der Text wird erneut – langsam – gelesen. Jeder und jede wird eingeladen, mitzulesen und an den Stellen, die ihm besonders naheliegen, besonders zu betonen. In einer dritten Lesung gelingt es oft, einen emotionalen Klangteppich zu weben, bei dem die Gefühle (Ablehnung, Zweifel, Angst, Freude …) wie in einer Symphonie zusammenklingen.

  1. Schweigen (ca. 3-5 Minuten)

Die Teilnehmenden besinnen sich, jeder und jede für sich, was der Text jede/m einzelnen sagen will. Sie lassen sich darauf ein, dass nicht alles unmittelbar einsichtig ist. Sie suchen nach Anknüpfungspunkten in ihrem Leben und besinnen sich darauf, was sich in der kommenden Woche von diesem Text her in ihrem Alltag nahelegt.

  1. Mitteilen

Wer mag, kann den anderen die eigenen Gedanken mitteilen. Manchen Gruppen hilft es, mit einer Murmel oder einem Stein zu arbeiten: Wer den Stein hat, hat das Wort. Wer fertig ist, legt ihn wieder in die Mitte. Wer reden mag, nimmt den Stein. Wichtig ist, dass es in dieser Phase nicht um Diskussion geht, sondern darum, zu hören, was der Text bei den Schwestern und Brüdern ausgelöst hat. Deshalb wird hier nicht kommentiert.

  1. Austauschen

Wir suchen im Gespräch nach der Bedeutung des Textes. Meist ergibt sich aus der Mitteilungsphase ein Gespräch und Themen von allein. Wenn nicht, könnten Leitfragen hilfreich sein:

  • Palmsonntag, sechster Sonntag in der Passionszeit.
    Wenn Jesus heute einziehen würde in unsere Städte, was würden die Menschen sagen?
  • Warum reagieren die Freunde Jesu so unwillig?
  • Was bedeutet die Geste dieser Frau? Warum tut sie das?
  • Wer sind heute die Armen, die allezeit bei uns sind?
  • Was tun wir heute vergleichbar dieser kostbaren Salbung?
  • Welche Perspektive eröffnet der Predigttext?

7. Lied: EG 396 Jesu, meine Freude

Fürbittengebet

L: Jesus Christus, du rufst uns zu dir. Aus dir können wir alles empfangen. Du bist unsere Hoffnung. Du bist voller Gnade und Wahrheit für alle, die sich nach dir ausstrecken. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

Christus Jesus, du bist unser Leben. Du bist eingestanden für geheiltes Leben, gegen alle Widerstände,  bis in den Tod. So hast Du das Leben gefunden, für uns. Du bist die Quelle geworden allen Trostes. Du bist für uns Weg und Wahrheit und Leben. Und Auferstehung ist ganz in dir. Du bist unsere Versöhnung und unser Friede. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Jesus Christus: Du bist das Heil derer, die dir nachfolgen. Du bleibst die Hoffnung aller, die in dir sterben. Du bringst Erfüllung für jede und jeden, die es mit dir wagen. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Wir bitten dich: Schaffe Dir durch die Macht deiner Gnade ein hörendes Volk, das deine Botschaft gern aufnimmt, das bereit ist für Dein Kommen auch heute. Dich rufen wir an.

A: Kyrie eleison.

L: Stehe allen bei, die sich in Gefahr befinden, die bedrängt sind oder Not leiden. Umsorge die Kranken. Gewähre deinen Schutz den Schwachen, den Einsamen und Verlassenen. Schau auf jene, die keine Helfer haben. Dich rufen wir an und beten gemeinsam:

L: Gemeinsam beten wir. Vater unser …

L: Segen: Der dreieinige Gott segne uns und behüte uns. // Er lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. // Er erhebe sein Angesicht auf uns, und schenke uns Frieden.

A: Amen.

 

 

 

Die Jahreslosung 2020 weist einen Weg aus dem Rätsel der eigenen Existenz. Es scheint so zu sein, dass die Frage: "Wer bin ich?", die Frage nach der eigenen Identität eine ganz moderne Frage ist. Die Anworten, die unsere Zeit darauf gibt, hängen alle mit dem so groß geschriebenen "Selbst" zusammen.
Ich habe Selbstzweifel und brauche Selbstvertrauen. Ich habe Schuldgefühle und brauche Selbstbejahung. Ich soll lieben und brauche doch erst einmal Selbstliebe. Und es gibt unzählige Ratgeber für diese Problematik, die ich Existenznot nennen möchte und die wohl jeder und jede von uns kennt. "Fühl dich erst mal gut! Glaub an dich selbst! Mach dich schön!" Lauter Imperative, die uns in unserer Existenznot wieder auf uns selbst zurückwerfen.

Jahreslosung 2020Die Karte zur Jahreslosung der Evangelischen Frauen in Deutschland von Fotograf Pavel Kibenko, "Blickwechsel" genannt, zeigt eine Tänzerin, die ihrem Spiegelbild gegenübersteht (Quelle: Evangelische Frauen in Deutschland im Evangelischen Zentrum Frauen und Männer gGmbH). Fast sieht es so aus, als wolle sie in einem großen Schritt in den Spiegel hineintanzen, eintauchen in die Oberfläche, die wie eine Waseroberfläche scheint, eine bewegte Wasseroberfläche wie ein See, in den man eintauchen kann und so eins werden mit seinem Spiegelbild. Doch die Hand der Tänzerin zeigt schon die Grenze, die Unmöglichkeit, hinter den Spiegel zu gehen.
Das Bild berührt mich und weckt ein Gefühl, das mir vertraut ist: die große Sehnsucht, die Fremdheit zu mir selbst aufzulösen, die Erfahrung meiner eigenen Rätselhaftigkeit, der Unmöglichkeit, selbst eine Antwort zu finden auf meine Frage: "Wer bin ich", indem ich in den Spiegel schaue, mich selbst erforsche, nach Selbsterkenntnis strebe und meine Lebensgeschichte befrage. Wie die Tänzerin komme ich an eine Grenze und was mir entgegenkommt ist nur ein undeutliches Spiegelbild meiner Selbst.
Der Apostel Paulus kennt diese Erfahrung und benennt sie mit den Worten: "Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild" (1. Korinther 13,12 nach Luther). Dietrich Bonhoeffer benennt sie in seinem Gedicht "Wer bin ich", das er im Juli 1944 im Gefängnis geschrieben hat. (Bitte nachlesen, kann aus Gründen des Copyrights hier nicht eingestellt werden). Dietrich Bonhoeffer überschreitet in seinem verzweifelten Fragen den Zirkel des eigenen Selbst und wendet sich an die größere Macht, die ihn birgt. Auch Paulus fährt fort: "Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin." Der Weg aus der Rätselhaftigkeit der eigenen Identität überschreitet die Grenzen des eigenen Selbst.
Diesen Schritt zu tun ist uns selbst unmöglich. Er liegt nicht im Bereich der eigenen Machbarkeit. Er ist nicht unser Vermögen, nichts, zu dem wir imstande sind, einfach so, aus eigener Kraft, weil wir es eben mal beschlossen haben, dass wir das so machen.
Und doch hängt unsere ganze Existenz davon ab, ob wir Zutrauen gewinnen zu dieser größeren Macht. Der Theologe Karl Barth schreibt (in: Das Wort Gottes als Aufgabe der Theologie): Die "Antwort auf die Frage, das Ende der Existenznot ist das schlechthin neue Geschehen, dass das Unmögliche selbst das Mögliche wird, der Tod das Leben, die Ewigkeit Zeit, Gott Mensch. Ein neues Geschehen, zu dem kein Weg führt, für das der Mensch kein Organ hat."
Man beachte: Wieder kommt das Wort "selbst" vor, aber diesmal ist es das Selbst außerhalb der Grenzen unseres eigenen Selbst. Es ist das Selbst, das uns geschaffen hat, das uns birgt im Leben wie im Sterben, das uns umgibt von allen Seiten und doch in uns ist. Es ist das Selbst, dessen Abbild wir sind und doch ganz anders, das uns kennt, viel umfassender und tiefer als wir selbst uns kennen und verstehen können.

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