Besinnliches

Nächster Sonntagsgottesdienst

Sonntag, 22. Juli, 8. Sonntag nach Trinitatis
Wochenspruch: Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Epheser 5,8.9)
Predigttext: 1. Korinther 6,9-14(18-20)
9.30 Uhr Gottesdienst mit Pfarrerin Barbara Koch.
Im Gottesdienst werden Marin Mayer und Jan Marco Birkenmaier aus Altshausen getauft.
Die Kollekte des Gottesdienstes ist für das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung/ Diakonie Deutschland bestimmt.
Im Anschluss sind alle herzlich zum Kirchencafé eingeladen.

Wasser - eine Gottesgabe. WASSER heißt LEBEN, bedeutet Wachstum und Gedeihen, Wasser steht für Wohlstand und Zukunft. Auseinandersetzungen um die Verteilung des Wassers gibt es seit Jahrtausenden und darum geht es in diesem Text 1. Mose 26: Streit um die Segensgabe Gottes und die Lösung des Konflikts.

Biblisch gesehen gehört Wasser wie Brot zu den Grundnahrungsmitteln. Wasser, ein Gut, das laut der Tora niemandem verweigert werden soll, auch Fremden und Kriegsgefangenen nicht. Ein Vers aus dem Buch der Offenbarung wurde zur Jahreslosung 2018 gewählt, Gott verspricht Wasser zu geben aus der „Quelle des lebendigen Wassers umsonst“. Nicht abgestandenes Wasser aus einer Zisterne, nicht aus einer Pfütze, in der sich schon lange der Himmel nicht mehr spiegelt. Gott verspricht Wasser aus der Quelle, sprudelndes, frisches Wasser, das immer neu und ständig weiter nachfließt.

Wasser wie Manna, das Himmelsbrot: nicht zum Aufbewahren, sondern zum Genießen, zum Erquicken, um Durst und Hunger zu stillen und darauf zu hoffen, zu warten, zu vertrauen, dass morgen auch für mich gesorgt ist. Solche Lebensweise entspricht dem Gott der Bibel: die alles von Gott erwartet und entgegennimmt und nicht auf die eigene Gesichertheit und das eigene Sorgen setzt. „Haben, als hätte man nicht“ beschreibt Paulus viel später diese Lebensführung und Erich Fromm wird im 20. Jahrhundert sagen: Es geht um das Sein, nicht das Haben.

So leben Menschen, die unterwegs sind. Das kann ganz wörtlich gemeint sein, wie bei Menschen, die in fremdem Land leben und keinen gesicherten Rechtsstatus haben - Flüchtlinge heute oder die Erzväter damals. Den Mächtigen ausgeliefert, Gerichten, die über Asylgesuche entscheiden oder den Regierenden der Stadtstaaten der Philister. Das kann auch in einem übertragenen Sinn gelten: Menschen, die unterwegs sind auf der Suche nach dem Sinn, nach Gott, nach der Wahrheit. Und es kann die Lebensart derer sein, die mit Psalm 39 klar erkennen: „Ich bin ein Gast bei dir, ein Fremdling wie alle meine Väter“, die wissen: es gibt keinen Rechtsanspruch auf Gottes Reich, keine Sesshaftigkeit im Königsland. Aus der Bibel können wir diese Gott angemessene Lebensform lernen. Aus den Erzählungen über Menschen, die unterwegs in eine schwierige und vermeintlich aussichtslose Lage geraten. In einer prekären Lage zu sein, bedeutet, auf Bitten angewiesen zu sein und gerade da bekommen die „Verlierer“ Gottes Heilszusage, die Zusicherung von Gottes Mit-Sein, Verbundenheit, Gottes Segen.

Dazu eine Geschichte aus dem 1. Buch Mose:

Jahreslosung 2018: Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6 (L))

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