Zeit zum Gebet

Wir beten im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Wir beten gemeinsam um Schutz und Hilfe in dieser unfassbaren Krise weltweit und bei uns in Deutschland.

Lied: EG 571.2 Ubi caritas et amor, Wo die Liebe wohnt und Güte

"Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan." (Matthäus 25,40).
"Das ist mein Gebot: Liebt einander" (Johannes 15,12). Mit diesen und vielen anderen Worten und vor allem Taten hat Jesus die "Menschlichkeit" Gottes gepredigt. Überlegen Sie, was doch in diesen Worten drinstekct! Da wird niemand abgeschrieben, niemand auf der Seite gelassen, niemand ausgestoßen. Da ist unendlich viel Sympathie drin für die Schwachen, die Armen und gar für die Sünder. So ist Gott mit uns Menschen. Jesus hat es uns vorgelebt. Er hat Anteil genommen am Schicksal eines jeden Menschen. Welch eine weltverändernde Kraft könnte die Botschaft Jesu haben, wenn sie gehört und gelebt würde!
Irgendwo ist es doch sonderbar: Jeder möchte geliebt werden, doch so viel Streit in der Welt! Jeder möchte in Frieden leben, doch so viel Krieg!
Mutter Teresa sagt: "Machen wir uns heute neu bewusst, wie sehr Gott jeden von uns liebt. Seine Liebe ist voll Zärtlichkeit. Seine Liebe ist so groß, so echt und lebendig, dass Jesus kam, um uns zu lehren, wie man liebt. Die Liebe erkaltet nie, sie bleibt immer lebendig. Die Werke der Liebe, die unsere Liebe zum Ausdruck bringen, sind ein Weg zum Frieden. - Und wo beginnt diese Liebe? In unserem Herzen! Wir müssen uns bewusst sein, dass wir für etwas Grosses geschaffen sind, nicht dafür, eine Nummer in der Welt zu sein. Wir sind geschaffen, um zu lieben und geliebt zu werden."
Mögen die Gedanken von Mutter Teresa uns helfen, die Liebe täglich zu lernen und zu üben! Es ist unsere schöntse, edelste und beglückendste Aufgabe, die Welt etwas schöner zu machen - indem wir einander lieben!
P. Karl Meier, SDS

Stille

Fürbitten

Ewiger, allmächtiger Gott,
der Verwandlung wirkt und Neues schafft,
du Gott des väterlichen Friedens
und der mütterlichen Liebe.
Unsere Herzen sind voller Hoffnung auf dich gerichtet:

Deine Kirche hat am Ufer des Mittelmeeres
die Geburtswehen und ihre Kinderjahre durchlebt.
Bleibe bei deiner Kirche, die weltweit weiterwächst,
dass sie zu voller Einsicht reift.

In dieser Zeit des Wachsens bitten wir dich
um die Gabe der Verwandlung.
Erneuere in uns den Geist der Gemeinschaft.
Forme unsere Gedanken zu Gedanken der Liebe.
Schenke uns die Erfahrung deines Friedens.
Gib uns den Mut und die Beweglichkeit,
Verwandlung anzunehmen
bei uns selbst und bei anderen,
bei denen, die leiden,
und bei denen, die Leiden verursachen
bei Opfern und Tätern
und bei deinem ganzen Volk.

In einer Welt voller Gewalt und Hass
schenk uns den Mut,
Liebe und Eintracht zu säen.
Nähre in uns die Saat der Einsicht
und schenke uns Verstand,
dass wir die Konflikt unter uns sehen
und lösen lernen

Bereite unseren Geist, unsere Herzen und Hände,
dass wir deine Ernte einbringen.

G: Amen.

Vater unser...

Christus,
unablässig suchst du jeden,
der und die nach dir sucht und sich fern von dir glaubt.
Mach uns bereit, jederzeit unser Leben in deine Hände zu legen.
Während wir dich noch suchen, hast du uns schon gefunden.
So arm unser Gebet auch sein mag: du hörst uns zu,
weit mehr, als wir es erahnen und glauben können.

Gott sei uns gnädig und segne uns,
er lasse sein Antlitz leuchten.
Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn!

Lied: EG 571.2 Ubi caritas et amor, Wo die Liebe wohnt und Güte

Gottes Geleit möge unsere Seelen ruhig werden lassen. Amen

Glaubensbekenntnis der Ökumenischen Weltkirchenkonferenz 1990 in Seoul

Ich glaube an Gott, der die Liebe ist

und der die Erde allen Menschen geschenkt hat.

Ich glaube nicht an das Recht des Stärkeren,

an die Stärke der Waffen,

an die Macht der Unterdrückung.

Ich glaube an Jesus Christus.

Der gekommen ist, uns zu heilen,

und der uns aus allen tödlichen Abhängigkeiten befreit.

Ich glaube nicht, dass Kriege unvermeidbar sind,

dass Friede unerreichbar ist.

Ich glaube nicht, dass Leiden umsonst sein muss,

dass der Tod das Ende ist,

dass Gott die Zerstörung der Erde gewollt hat.

Ich glaube, dass Gott für die Welt eine Ordnung will,

die auf Gerechtigkeit und Liebe gründet

und dass alle Frauen und Männer

gleichberechtigte Menschen sind.

Ich glaube an Gottes Verheißung

eines neuen Himmels und einer neuen Erde,

wo Gerechtigkeit und Frieden sich küssen.

Ich glaube an die Schönheit des Einfachen,

an die Liebe mit offenen Händen,

an den Frieden auf Erden. Amen

 

Seit 1990, also seit 30 Jahren treffen wir uns, außer in den Schulferien, in einer kleinen Gruppe tatsächlich seit damals, zur „Zeit zum Friedensgebet“ in der Evangelischen Kirche.

Anlass war vor genau 30 Jahren die Weltkirchenkonferenz im fernen Seoul. Täglich haben wir uns anfangs abwechselnd in der Pfarr- und Schlosskirche St. Michael und in der Evangelischen Kirche in Altshausen zur Gebetszeit getroffen, um die dortigen Beschlüsse und Überlegungen im Gebet hier bei uns vor Ort zu begleiten.

Dann kam der Golfkrieg im Irak und große Angst war vor den modernen Waffen unserer Neuzeit zu spüren und so gab es wieder das tägliche Gebetsangebot. Wir haben uns im Team des Friedensgebets dann auf 19:00 Uhr täglich geeinigt.

Nach Ende des Golfkrieges wählten wir schließlich 19:00 Uhr, immer freitags in der Evangelischen Kirche. Zuständig sind immer 1-2 Verantwortliche für das Friedensgebet. Eine kleine Liturgie ist entstanden und zu normalen Zeiten werden immer die Fürbitten aus Taizé gemeinsam gebetet. Ein Lied, ein Impuls und die Stille Zeit schließen mit diesen Fürbitten, dem Vaterunser und einem Segenswort ab. Die Liturgie finden Sie oben abgedruckt.

Einmal im Jahr gestalten wir mittlerweile im Rahmen der Friedensdekade im November am Volkstrauertag einen Friedensgottesdienst – ebenfalls in der Evangelischen Kirche.

Nun beten wir in dieser Corona-Krise im ökumenischen Miteinander in Altshausen um 19:30 Uhr und die Glocken der Pfarr- und Schlosskirche St. Michael und unserer Glocken läuten jetzt gemeinsam um diese Zeit, wie alle Glocken der Gotteshäuser in Baden-Württemberg und der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Als Zeichen der Solidarität mit allen Kranken und Helfenden, mit allen bekümmerten und das Gebet suchenden Mitchristen stellen wir eine Kerze ins Fenster zu den Nachbarn.

Das Team des Friedensgebetes grüßt alle Mitbetenden und wir freuen uns, wenn wieder die Zeit der Gnade kommt und wir uns freitags, vielleicht dann bleibend um 19:30 Uhr in der Kirche treffen können. – Vielleicht können wir ja dann in einem passenden Rahmen auch unser 30jähriges Jubiläum feiern.

Im Namen des Teams des Friedensgebetes grüßt Sie herzlich

Gudrun Egerer

Jahreslosung 2020: Ich glaube; hilf meinem Unglauben! (Markus 9,24)

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